Das monumentale Werk „Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft“ verschaffte Hannah Arendt weltweite Anerkennung. Es erschien 1951 als „Origins of Totalitarianism“ und 1955 in deutscher Übersetzung.
Unter dem Eindruck des Holocaust analysiert Arendt die historischen Entwicklungen, die zu den Gewaltherrschaften Nationalsozialismus und Stalinismus führten. Ihre Theorie totaler Herrschaft im 20. Jahrhundert stellt die menschliche Grunderfahrung der Verlassenheit ins Zentrum: In einem totalitären Herrschaftssystem werde das Verbindende zwischen Menschen vernichtet, so Arendt.
Am Ende des Werkes gibt die zuversichtliche politische Theoretikerin Hannah Arendt jedoch einen positiven Impuls: Durch die Geburt eines jeden Menschen sei jederzeit ein Anfang möglich und damit die Fähigkeit, Verhältnisse zu ändern.
Interaktiver Vortrag im Rahmen der HANNAH ARENDT TAGE zum 120. Geburtstag Hannah Arendts.
Dr. Diana Häs ist Dozentin an unterschiedlichen Bildungseinrichtungen für Philosophie und politische Theorie und seit 2024 Vorstandsmitglied des Hannah- Arendt-Vereins für politisches Denken e. V. in Bremen. Sie hat Philosophie und Erziehungswissenschaften an der Universität Osnabrück studiert.
14.00 bis 16.00 Uhr
Ort: Leibniz Universität Hannover, Hörsaal Kesselhaus (A001), Gebäude 1208, Schloßwender Straße 5, 30159 Hannover
Eintritt: frei.
Anmeldung: info@ghs.uni-hannover.de