Prof. Dr. Roger Berkowitz spricht und diskutiert am 22. September in der Ada-und-Theodor-Lessing-Volkshochschule Hannover über „Die Kraft der Freundschaft in einer zerbrochenen Welt“.
Kann uns das Denken gegen das Böse wappnen, ohne uns zu sagen, was gut ist? Hannah Arendt stellt diese Frage nicht, um zu behaupten, dass das Denken moralische Gewissheit verschafft. Das kann es nicht. Das Denken selbst bringt keine Doktrin hervor, kein politisches Programm, kein verlässliches Wissen über Recht und Unrecht. Das Denken ist gerade deshalb gefährlich, weil es überlieferte Regeln und Gewissheiten auflöst. Und so gibt Arendt zu bedenken, ob wir uns gegen das Böse wappnen, wenn wir das Hinterfragen zur Gewohnheit machen. Arendts Aufruf „innezuhalten und nachzudenken“ ist die Einladung, in einem stillen Dialog – dem Gespräch mit uns selbst – zu denken, uns selbst gegenüber verantwortlich zu sein.
Durch Freundschaft wird das Denken für Arendt weltlich: Im Gespräch mit einem Gegenüber erfahre ich, wie die Welt einem anderen Menschen erscheint. In der Freundschaft prüfen wir unsere Meinungen, ertragen Meinungsverschiedenheiten und halten die Möglichkeit einer gemeinsamen Welt offen.
Grußwort
Belit Onay, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover
Poetry Slam
Diden, Schülerin der IGS Roderbruch, Jahrgang 13
Vortrag
„stop and think“: Die Kraft der Freundschaft in einer zerbrochenen Welt
Prof. Dr. Roger Berkowitz
Podiumsdiskussion
Moderation: Friedrich Weißbac
Ort: Ada-und-Theodor-Lessing-Volkshochschule Hannover
Burgstraße 14, 30159 Hannover
Eintritt frei
keine Anmeldung erforderlich