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Frieda Duensing. Diepholz

Wegbereiterin der Jugendfürsorge

geb. 1864 in Diepholz - gest. 1921 in München

 

„Aber begreifen muss es die kleine Person, viel lernen, verstehen und empfinden, dass eine Frau nicht nur Objekt ist, sondern auch Subjekt sein sollte, schaffendes, wirkendes, gestaltendes Individuum.“ (Frieda Duensing, Weggis am Züricher See, Ostersonntag 1900, aus einem Brief an ihre Freundin Gretchen Schuchardt)

 

Sie bereitete der modernen Jugendhilfe den Weg. Die Lehrerin und Juristin entrüstete sich über die sozialen Missstände in der Bevölkerung. Sie argumentierte für die strafrechtliche Verfolgung von Kindesmisshandlung und förderte die Vermittlung weiblicher Einzelvormundschaften. 1907 übernahm Frieda Duensing die Leitung der Deutschen Zentrale für Jugendfürsorge in Berlin. Dort betrieb sie eine intensive Netzwerkarbeit mit Frauenrechtlerinnen, Behörden und Vereinen und stritt für eine geregelte Jugendgerichtshilfe. Auch die Entwicklung des Reichsgesetzes für Jugendwohlfahrt und der Aufbau der Sozialen Frauenschule München 1919 waren von ihrem Einsatz geprägt.

 

Flyer zu Frieda Duensing als Download

 

Der frauenORT Frieda Duensing entstand in Kooperation mit den Gleichstellungsbeauftragen der Stadt und des Landkreises Diepholz, dem Heimatverein Diepholz e.V. sowie dem Stadtarchiv und wurde am 24. März 2017 in Diepholz eröffnet.

 

Grußwort Cornelia Klaus, Landesfrauenrat Niedersachsen e.V.

Berichterstattung NDR, ein Beitrag in Niedersachsen 18.00 Uhr

Berichterstattung Diepholzer Kreisblatt vom 25.03.2017

 

Bildrechte:

Porträt-Fotos: Fachakademie für Sozialpädagogik München

Geburtshaus: Torsten Krüger, Bremen

 

Frieda Duensing.