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Postkarte Mathilde

Mathilde Vaerting. Messingen

Erste Professorin für Pädagogik

geb. 1884 in Messingen – 1977 in Schönau 

 

„Erst die Herrschaft beider Geschlechter, die Gleichberechtigung, wird uns mit der Ungerechtigkeit zugleich von der Unfreiheit erlösen“. (Mathilde Vaerting „Wahrheit und Irrtum der Geschlechterpsychologie“, 1923)

 

Die zur Dr. phil. promovierte Wissenschaftlerin ist Wegbereiterin der kritischen Geschlechterforschung. Ihre Arbeit leistete sie gegen den Widerstand des männlich geprägten Wissenschaftsapparates - auch an der Universität Jena, an die sie 1923 als erste Professorin berufen wurde. Mit der NS-Diktatur erfolgten 1933 Entlassung, Publikations- und Ausreiseverbot.

Mathilde Vaerting war interdisziplinär tätig. Sie entwickelte neue Unterrichtswege, um z.B. das Interesse von Mädchen an Mathematik zu fördern. Der von ihr beschriebene Einfluss sozialer Erwartungen auf das Lernen ging 1971 als „Pygmalion-Effekt“ in die Literatur ein. Die neuere Geschlechterforschung knüpft an viele ihrer Forschungsthemen an.

 

Faltblatt zu Mathilde Vaerting als Download

 

Der frauenORT Mathilde Vaerting ist in Kooperation mit dem Heimatverein Messingen, den Landfrauen Messingen, der Gemeinde Messingen, der Gleichstellungsbeauftragten der Samtgemeinde Freren und dem Touristikverein F-L-S entstanden und wird am

1. März 2019 in Messingen eröffnet.

 

Bildrechte:

Porträtfotos/Universitätsarchiv Bielefeld, Geburtshaus/Heimatverein Messingen

 

Mathilde Vaerting. Messingen