hintergrundkarte
Karte Faßhauer

Minna Faßhauer. Braunschweig

Erste Ministerin in Deutschland, Volkskommissarin für Volksbildung, Widerstandskämpferin

geb. am 1875 in Bleckendorf - gest. am 1949 in Braunschweig

 

 „Wir durften damals noch nicht am öffentlichen Leben teilnehmen. Wir kamen dennoch heimlich zusammen. Der von Frauen geführte Kampf … führte 1908 zum Siege und damit zu unserer Gleichberechtigung im Versammlungswesen.“ (Minna Faßhauer, Unterlagen Kassette "Kommunistische Partei" im Archiv "Schilldenkmal" Braunschweig, in "Braunschweigs rote Seiten -Waschfrau-Kommunistin-Ministerin",  DKP Region Braunschweig, 2015)

 

Mit diesen Worten verdeutlichte Minna Faßhauer, dass Demokratiegeschichte Frauen-Geschichte ist und sie selbst Teil, ja Motor dieser Entwicklung war. Aufgrund ihres frauen- und bildungspolitischen Engagements und ihrer Erfahrungen ernannte sie der Braunschweiger Arbeiter- und Soldatenrat 1918 zur Volkskommissarin für Volksbildung, und damit zur ersten und einzigen Ministerin der jungen Republik (Nov. 1918 - Feb. 1919). Es war vor allem der zunehmende Rechtsruck in der Gesellschaft, der Minna Faßhauer radikaler werden ließ. Die Haft im Frauen-KZ Moringen änderte nichts an ihrer politischen Haltung: sie blieb auch nach 1945 als KPD-Mitglied frauenpolitisch aktiv – und starb 1949 kurz nach einer Frauenveranstaltung.

 

Faltblatt zu Minna Faßhauer, incl. Stadtrundgang als Download

 

Der frauenORT Minna Faßhauer ist in Kooperation mit dem DGB-Kreisfrauenausschuss (KFA) entstanden und wurde am 10. Oktober 2018 in Braunschweig eröffnet.

 

Bildrechte: DKP Braunschweig und Heide Janicki

 

Minna Faßhauer. Braunschweig