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Äbtissin Odilie von Ahlden. Mariensee

Reformerin, Kantorin, Autorin

16. Jahrhundert

„Du hast uns hier zusammen gerufen, damit dein heiliger Name gepriesen werde.“ Gebetbuch der Äbtissin Odilie von Ahlden, vollendet im Jahr 1522,

„Gebet für das Kloster“, fol. 114r

 

Sie schuf ein eindrucksvolles Zeugnis gelebten Glaubens. Odilie von Ahlden leitete als Kantorin den Chorgesang und wurde 1512 zur Vorsteherin des Klosters Mariensee gewählt. Nachdem die Ordensregeln an Geltung verloren hatten, war der Konvent nach 1455 zu disziplinierter Gemeinschaft und intensivem Gottesdienst zurückgekehrt. Die Äbtissin verlieh der Reform entscheidende Impulse und belebte das tägliche Stundengebet neu. Die Worte sollten nicht nur gesprochen und gesungen, sondern auch nachempfunden werden. 1522 vollendete sie eine handschriftliche Sammlung liturgischer Texte, die auch nach Annahme der Reformation genutzt wurde und von religiösem Selbstbewusstsein zeugt. 

 

Der frauenORT Äbtissin Odilie von Ahlden entsteht in Kooperation mit dem Kloster Mariensee, der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Neustadt am Rübenberge und der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers und wird am Ostermontag, den 17.04.2017 eröffnet. Weitere Informationen unter

 

Fotos: Carola Faber, Andreas Lechtape

Zu sehen ist eine Seite aus dem Gebetbuch der Äbtissin sowie die Klosterkirche Mariensee.

Äbtissin Odilie von Ahlden